Arnaud Desplechin

  • Französischer Regisseur, geboren 1960 in Roubaix.

    Nach einem Studium an der Universität Paris III setzte Arnaud Desplechin seine Ausbildung ab 1980 am Institut des Hautes Études Cinématographiques (IDHEC) fort. Er war anschließend als Kameramann tätig, insbesondere für die Kurzfilme von Eric Rochant. 1991 gelang ihm ein fulminanter Einstand im französischen Filmbetrieb: Innerhalb weniger Monate drehte er Das Leben der Toten (La Vie des morts, Jean-Vigo-Preis 1991) und Die Wache (La Sentinelle), Wettbewerbsbeitrag in Cannes 1992. Es folgten Ich und meine Liebe (Comment je me suis disputé...  (ma vie sexuelle)) und Esther Kahn, sein erster Film in englischer Sprache. 2004 erhielt er den Louis-Delluc-Preis für den bei Kritik und Publikum sehr erfolgreichen Film Das Leben ist seltsam (Rois et reine). 2012 drehte er seinen ersten Film in den Vereinigten Staaten, Jimmy P. (Psychotherapie eines Indianers), der auf einem Buch des Ethnopsychoanalysten Georges Devereux basierte. Trois souvenirs de ma jeunesse, der in Cannes bei der Quinzaine des Réalisateurs vorgestellt wurde, brachte ihm 2016 den César für die beste Regie ein. Les Fantômes d’Ismaël eröffnete 2017 die Internationalen Filmfestspiele von Cannes – außerhalb des Wettbewerbs –, bevor 2019 erstmals seit Jimmy P. wieder einer seiner Filme im Wettbewerb um die Goldene Palme antrat: Roubaix, une lumière.

  • 1991: Das Leben der Toten (La Vie des morts) (Kurzfilm)
    1992: Die Wache (La Sentinelle)
    1996: Ich und meine Liebe (Comment je me suis disputé… (ma vie sexuelle))
    2000: Esther Kahn
    2003: Leo in Männergesellschaft (En jouant „Dans la compagnie des hommes“)
    2004: Das Leben ist seltsam (Rois et reine)
    2008: Ein Weihnachtsmärchen (Un conte de Noël)
    2013: Jimmy P. – Psychotherapie eines Indianers (Jimmy P. (Psychothérapie d’un Indien des Plaines))
    2014: Der Wald (La Forêt)
    2015: Trois souvenirs de ma jeunesse
    2017: Les Fantômes d’Ismaël

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