Bruce LaBruce

  • Der dampfende und anarchische Künstler Bruce LaBruce operiert seit den 1980er Jahren unter einem Queer-Pseudonym, um einerseits die Zensur zu umgehen und andererseits explizite Kunst innerhalb der Punk-Schwulen-Szene Torontos neu zu erfinden. No Skin Off My Ass (1991), sein erster Spielfilm, in dem er einen verweichlichten Friseur spielt, der in einen Skinhead verliebt ist, war das Tor zu seinen Filmen über verrückte Liebe, in denen er sexuelle, soziale und filmische Grenzbereiche auslotet - ein Beispiel dafür ist der ikonische Hustler White, 1996. Fortan hat Bruce LaBruce das Alphabet des Kinos durchkreuzt: Kunstfilm nach Warhol, B-grade, X-rated, Experimental und Z-grade (Otto; or, Up with Dead People von 2008 und L.A. Zombie von 2010). Gerontophilia (2013), eine romantische Komödie zwischen einem Teenager und einem Achtzigjährigen, setzt seine Arbeit fort, die Normen der Traummaschine zu untergraben. Allein der Titel von Saint-Narcisse (2020), der in Venedig präsentiert wurde, manifestiert die Suche nach einem eindeutig ikonoklastischen Kino, das man ebenfalls in seinen jüngsten pornografischen Arbeiten wiederfindet. 

    © Raul Hidalgo

  • No Skin Off My Ass (1991) - Super 8 1/2 (1994) - Hustler White (1996) - Skin Flick (1999) - Come as You Are (2000) - The Raspberry Reich (2004) - Sugar (2005) - Give Piece of Ass a Chance (2007) - Otto, or Up with Dead People (2008) - L.A. Zombie (2010) - Gerontophilia (2013) - Pierrot Lunaire (2014) - Ulrike's Brain (2017) - The Misandrists (2017) - Flea Pit (2018) - Saint-Narcisse (2020)

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